Häufige Probleme

Massentierhaltung verursacht eine Vielzahl an Problemen in unterschiedlichen Bereichen. Vor allem aber im Umweltschutz, Verbraucherschutz und Tierschutz. Die Folgen der Massentierhaltung sind jedoch auch global zu beobachten. Vor allem der Landraub in ärmeren ländlichen Regionen verursacht große Schäden. 

Welche Probleme in welchem Bereich durch die Massentierhaltung genau verursacht werden, soll in den folgenden Unterpunkten möglichst kurz dargestellt werden.

Umweltschutz:

Durch die Massentierhaltung werden riesige Mengen an Gülle mit produziert und für die Felder verwendet. Dies führt zu einer höheren Belastung der Böden durch Nitrate und somit auch zu einer höheren Belastung des Grundwassers. Denn die Nitrate gelangen in das Grundwasser und machen dieses als Trinkwasser ungeeignet.
Wasser mit einer höheren Nitrat-Belastung führt an südlichen Küstengebieten der Nordsee und an der gesamten Ostsee zu einem Massenwachstum von pflanzlichem Plankton und Algen. Das Absterben der Algen sowie des pflanzlichen Planktons wiederum führt zu einem Fäulnisprozess, der die Meere vergiftet. Dies betrifft auch Thüringen, denn verschiedene Flüsse in Thüringen sind Nebenarme von Flüssen, die in die Nordsee fließen. Hohe Nitrat-Werte in Grundwasser und Flüssen Thüringens führen also auch zu Umweltbelastungen in der Nordsee.
Aber nicht nur die enorme Menge an Gülle ist ein Problem für die Umwelt, sondern auch Ammoniak. Dieses entsteht bei der Tierhaltung unweigerlich mit, vor allem im Stall und bei der Ausbringung von Gülle. Bei der Lagerung von Gülle in größeren Tanks kommt es immer wieder zur Entweichung des Ammoniaks. Insgesamt wird der Ausstoß von Ammoniak in der Landwirtschaft durch die Massentierhaltung stark erhöht. Ammoniak wandelt sich in der Atmosphäre in Ammoniumsalze und Ammonium um. Dies führt zur Versauerung der Böden. Besonders betroffen sind Wälder, da Bäume Ammonium und Ammoniumsalze aus der Atmosphäre filtern. Dadurch werden Waldböden, Pflanzen und Bodenlebewesen beeinträchtigt.

Immer wieder kommt es zur illegalen Entsorgung von Gülle oder zu Gülle-Unfällen. Eine Karte aus dem Jahr 2014 finden Sie hier: http://www.bund.net/themen_und_projekte/landwirtschaft/massentierhaltung/guelleunfaelle/

Globale Auswirkungen:

Die Massentierhaltung in Deutschland hat den Markt für Fleisch und tierische Produkte längst gesättigt und betreibt eine Überschussproduktion von 15 Prozent. Diese Überschüsse werden in andere Länder (meist nach Südamerika oder Afrika) exportiert. Diese Exporte schädigen die lokalen Märkte, da diese von den Exporten abhängiger werden und die Existenz der Kleinbäuerinnen und Kleinbauer bedrohen.

Aber nicht nur der Export schadet der lokalen Wirtschaft in den südlichen Ländern, sondern auch der Landraub, der dort betrieben wird. Circa 20 Milliarden Hektar Land sind durch die Futtermittelproduktion beansprucht und verdrängen lokale und heimische Nahrungsmittel in den jeweiligen Ländern. Damit geht die Verschärfung von Armut und Hunger einher, denn die betroffenen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, haben oftmals kein Recht auf Entschädigung.

Ebenso bekommen diese keinen Arbeitsplatz in den entstanden Betrieben, die von dem Landraub profitieren. Denn im Vordergrund steht vor allem die maschinelle Bewirtschaftung, um den Profit zu steigern.

Tierschutz:

Tiere in der Massentierhaltung werden gewaltsam an die Haltungsbedingungen in den Betrieben angepasst. Dazu werden ihnen Ringelschwänze, Schnäbel, Hörner und teilweise auch Zähne ohne Betäubung abgetrennt oder gekürzt. Davon ausgenommen ist nur die Hühnermast, weil die Tiere dort schon sehr jung geschlachtet werden. Doch nicht nur Verstümmelung der Tiere, sondern auch das Einschränken der Bewegungsfreiheit und das Ignorieren von Grundbedürfnissen der Tiere sind in der Massentierhaltung an der Tagesordnung.
Die Tiere müssen bei diesen Haltungsbedingungen dennoch leistungsfähig sein und werden daher mit Antibiotika versorgt. Bei einem dichten Bestand von Tieren kann es schnell zu der Ausbreitung von Infektionskrankheiten kommen, auch dies wird durch die Versorgung von Antibiotika verhindert. Die Produktivität der Tiere soll durch eine bestimmte Züchtung erhöht werden. So sollen Masttiere vor allem schnellstmöglich an Masse zulegen, um diese dann ohne Betäubung zu töten.

Verbraucherschutz:

Der übermäßige Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung wirkt sich wiederum auch auf die Endprodukte aus. So kann es bei einer unsauberen Verarbeitung in Schlacht- und Zerlegbetrieben dazu kommen, dass Endprodukte antibiotikaresistente Bakterien aufweisen.
Obwohl in der Massentierhaltung doppelt so viele Tonnen Antibiotika als in der Humanmedizin verbraucht werden, gibt es keine gesetzlichen Regelungen für einen begrenzten Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung.  
Nicht nur im Fleisch können diese Bakterien vorkommen, sondern auch im Gemüse. Betriebe der Massentierhaltung verbreiten die antibiotikaresistenten  Bakterien durch den Einsatz von Gülle und Abluft der Ställe auch auf die umliegenden Felder. Diese antibiotikaresistenten  Bakterien finden können sich dann im Gemüse wiederfinden.

Bild zur Pressemitteilung
18.10.2017

Tierwohl muss endlich sichergestellt werden

Olaf Müller und Babett Pfefferlein: Erneute staatsanwaltliche Ermittlungen sind trauriges Indiz für Fehlentwicklungen durch Massentierhaltung Mehr»

Bild zur Pressemitteilung
15.09.2017

Grüne Fraktion für kollektives Klagerecht

Astrid Rothe-Beinlich stützt Vorstoß des Justizministers Mehr»

Bild zur Pressemitteilung
05.09.2017

Keine Genehmigung für Hähnchenmastanlage in Gleina

Olaf Müller: Berechtigte Sorgen der Bevölkerung wurden ernstgenommen Mehr»

Bild zur News
31.08.2017 Mündliche Anfrage

Pilzberaterinnen und Pilzberater in Thüringen

Mündliche Anfrage 4383 von Babett Pfefferlein. Mehr»

Bild zur News
23.06.2017 Antrag

MieterInnenstrommodelle als Baustein der Energiewende

Die regulatorischen Rahmenbedingungen für MieterInnenstrom, für die der Bund verantwortlich ist, müssen zeitnah so ausgestaltet werden, dass der Betrieb von MieterInnenstrommodellen vorangetrieben wird. Dafür setzt sich Rot-Rot-Grün mit diesem Antrag ein. Mehr»

Bild zur News
02.06.2017 Antrag

Gesund, regional, sozial - Verpflegung an Schulen und Kindertagesstätten besser gestalten

Die Regierungsfraktionen machen sich stark für die Förderung einer gesunden, regionalen und sozialen Verpflegung an Schulen und in Kindertagesstätten. Mehr»

Bild zur Pressemitteilung
28.04.2017

Verbesserte Ernährung in Kitas und Schulen wichtiges Anliegen von R2G

Die verbraucherschutzpolitischen Sprecherinnen von SPD, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN werden sich auch künftig für eine verbesserte Ernährung an Schulen und Kitas einsetzen. Mehr»

Bild zur News
16.03.2017 Fraktion in Aktion

Mensch, mach dir 'ne Rübe

Veranstaltung zur Lebensmittelverschwendung Mehr»

Bild zur Pressemitteilung
05.01.2017

Netzentgelte vereinheitlichen und Stromnetze intelligenter machen

Roberto Kobelt: In Thüringen 100 Pilotprojekte auf den Weg bringen Mehr»

Bild zur Pressemitteilung
04.01.2017

Ernährungsreport zeigt hohes Bewusstsein der Verbraucher

Babett Pfefferlein: Bundesebene muss bei Tierwohl, Transparenz und Gemeinschaftsverpflegung endlich konkret werden Mehr»

AnsprechpartnerInnen:

Babett Pfefferlein

Sprecherin für Soziales, Arbeit, Familie, Gesundheit, Frauen, Verbraucherschutz, Gleichstellung und Petitionen

Mitglied der Strafvollzugskommission

babett [dot] pfefferlein [at] gruene-fraktion [dot] thueringen [dot] de (Kontakt)
0361 3772681

Kathleen Lützkendorf

Referentin für Soziales, Gesundheit, Verbraucherschutz, Ernährung, Arbeit und Petitionen

kathleen [dot] luetzkendorf [at] gruene-fraktion [dot] thueringen [dot] de (Kontakt)
0361 3772693
Massentierhaltung? Nein danke!
Banner auf gruene-fraktion-thueringen.de
Banner auf gruene-fraktion-thueringen.de
Banner auf gruene-fraktion-thueringen.de
Banner auf gruene-fraktion-thueringen.de