Grüne Fraktion ermutigt Frauen zum selbstbestimmten Leben

06.03.2014

Blumen
Blumen

Zum 103. Mal wird am 8. März 2014 der Internationale Frauentag begangen. Dazu erklären Anja Siegesmund, Fraktionsvorsitzende und Astrid Rothe-Beinlich, Parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Thüringer Landtag:

"Wir nutzen diesen symbolträchtigen Tag, um alle Frauen und Mädchen zu einem selbstbestimmten Leben zu ermutigen. Dazu gehören die rechtliche, politische und wirtschaftliche Gleichstellung ebenso wie das Recht auf körperliche Unversehrtheit und sexuelle Selbstbestimmung. Leider ist dies auch im 21. Jahrhundert mitnichten selbstverständlich", erklären die Grünen-Politikerinnen.

Zur Bilanz des Thüringer Gleichstellungsgesetzes erklären Siegesmund und Rothe-Beinlich: "Nicht nachvollziehbar erscheint uns in dem Zusammenhang die Lobhudelei von Ministerin Taubert mit Blick auf das novellierte Thüringer Gleichstellungsgesetz. Welche konkreten Verbesserungen Dank diesem im letzten Jahr in Punkto Gleichstellung erreicht worden sein sollen, erschließt sich uns jedenfalls nicht. Im Gegenteil: Die Zahl der Gleichstellungsbeauftragten hat abgenommen und auch sonst fehlt es an verbindlichen Zielstellungen in dem Gesetz".

"Trotz aller Fortschritte in den Gesetzen und in den Köpfen: Wir haben immer noch einen weiten Weg vor uns, bis Gleichberechtigung und Chancengleichheit für Frauen in Beruf und Alltag selbstverständlich sind. Es ist nicht hinnehmbar, dass Frauen im Durchschnitt noch immer weniger verdienen als Männer und ihnen trotz guter Ausbildung allzu oft berufliche Aufstiegschancen verwehrt bleiben. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN werden auch weiterhin engagiert für die Rechte von Frauen eintreten, nicht nur an diesem internationalen Jahrestag", so Siegesmund.

Astrid Rothe-Beinlich ergänzt: "Frauenpolitik ist für uns Querschnittthema und setzt bereits im Alltag an. Wir erteilen Sexismus in jeder Form eine klare Absage, sind klare Verfechterinnen von Quoten, weil Sonntagsreden mit Blick auf die mangelnde Repräsentanz von Frauen nicht weiter helfen und machen uns für die eigenständige Existenzsicherung von Frauen und den Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt stark.

Erschüttert hat uns umso mehr die aktuelle Studie der EU zur Gewalt an Frauen.“ Aus der Studie geht hervor, dass jede dritte Frau in der EU bereits Opfer von Gewalt wurde. So liegt der Anteil der über 15-jährigen Frauen in Deutschland, die physische oder auch sexuelle Gewalt erlebt haben, mit 35 Prozent knapp über dem EU-Durchschnitt (33 Prozent).

„Wir sehen uns darin bestätigt, dass der Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt auch bei uns auf die Agenda gehört", so Rothe-Beinlich.

Anja Siegesmund wird am 8. März ab 13:00 Uhr im Rahmen der Thüringenausstellung (Halle 1 / Stand A01) mit den Besucherinnen und Besuchern der Messe ins Gespräch kommen und Frauen, die sie am Stand besuchen, eine grüne Freude bereiten.

Astrid Rothe-Beinlich nimmt am Frauentag an der bundesweiten Demonstration unter der Überschrift "Still loving Feminism" teil, die um 13 Uhr am Gesundbrunnen in Berlin beginnt und zu der auch viele Frauen aus Thüringen erwartet werden. Außerdem vertritt sie heute die Grüne Fraktion bei der offiziellen Feierstunde des Landes und bei der morgigen Veranstaltung des Landesfrauenrates zur Frage der Erhöhung der Repräsentanz von Frauen in den Parlamenten.

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind und um damit automatisiertem Spam vorzubeugen.
Bild-CAPTCHA
Geben Sie die Zeichen ein, die im Bild gezeigt werden.
To prevent automated spam submissions leave this field empty.
Weiter